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(Rechtshinweis) Stand: 03.05.2016

Laatzen
- Auf den Spuren eines Stadtbaurates -
Exkursionsbericht der IfR-Regionalgruppe Niedersachsen (Braunschweig/Hannover)
von
Dr. Frank Schröter

 

Die Exkursion fand im Rahmen der Treffen der IfR-Regionalgruppe Niedersachsen (Braunschweig/Hannover) statt. In der wärmeren Jahreszeit wird das Regionalgruppentreffen durch eine Exkursion (mit Führung) zu einem planerischen Thema eingeleitet.

 

Netzwerken im IfR heißt, jemanden zu kennen, der jemanden kennt. So war es auch diesmal. Mitglieder der IfR-Regionalgruppen Niedersachsen kannten den ehemaligen Stadtbaurat von Laatzen, Albrecht Dürr. So konnten wir den Stadtbaurat a.D. dazu gewinnen, uns die Ergebnisse seiner achtjährigen Schaffensperiode zu zeigen, vgl. hierzu auch den ausführlichen Bericht von A. Dürr in der Ausgabe 192 / 4-2017 der RaumPlanung.

Da Herr Dürr auch ein begeisterter Radfahrer und –bastler ist, hatte er genügend Fahrräder im Schuppen, damit wir unsere Exkursion per Rad durchführen konnten und uns so viele Objekte ansehen konnten. Am Anfang der Exkursion stand daher zuerst das Anpassen der Fahrräder (vgl. Abb. 1).

Fahrräder startklar machen
Abb. 1
     Die IfR-Regionalgruppe Niedersachsen passt die Fahrräder an

Nach kurzer Fahrt war der Neubau der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover das erste Ziel (vgl. Abb. 2). Der Neubau für 850 Mitarbeiter hat 66 Mio. Euro gekostet und wurde direkt neben dem alten Gebäude errichtet. Das alte Gebäude wurde inzwischen abgerissen. Auf der Fläche soll eine Wohnsiedlung mit Geschosswohnungsbauten und Reihenhäusern entstehen. Ein Umsetzungsbeispiel für das Themenfeld „Steigerung Einwohner und Arbeitsplätze“.

Neubau der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover
Abb. 2
     Neubau der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

Vorbei ging die Fahrt an der Passivhaussiedlung der Firma Gundlach (vgl. Abb. 3), Energiesparhäuser zur Miete am Brucknerweg (https://www.gundlach-bau.de/web/mieten/projekte/brucknerweg.html und https://www.gundlach-bau.de/web/mieten/projekte/brucknerweg2.html ), die bereits in den Jahren 2008 bis 2010 entstanden sind. Beispiel für das Themenfeld „Nachhaltigkeit und Klimaschutz“.

Passivhaussiedlung
Abb. 3
     Passivhaussiedlung

Das Leine-Center hat 30.000 m² Verkaufsfläche und stellt das Zentrum von Laatzen dar, ist also wichtig für die Stadtentwicklung (vgl. Abb. 4). Ein wichtiges Themenfeld der Arbeit von A. Dürr war der Imagewandel von Laatzen, der u.a. durch ansprechende Architektur erreicht werden sollte. Neben der Maßstäblichkeit waren Farben und Formen wichtige Hilfsmittel hierfür. So wurde auch das Leine-Center umgestaltet, um einen insgesamt freundlicheren Eindruck zu machen. Wichtig war dem Stadtbaurat auch die Gestaltung der Hinterfronten (vgl. Abb. 5). Diese sollten ebenso ansprechend wie die Vorderfronten/Eingangsbereiche gestaltet werden, was durch entsprechende Gestaltungsvorgaben erreicht wurde.

Einkaufscenter    Rückseite des neuen Traktes des Einkaufscenter
Abb. 4     Einkaufscenter   Abb. 5     Rückseite des neuen Traktes des Einkaufscenters

Dann kamen wir am Stadthaus an (vgl. Abb. 6), ein Holzhaus auf dem Marktplatz neben dem Rathaus (vgl. http://www.stadthaus.laatzen.de/Portraet.1730.0.html ). Es ist ein Projekt aus dem Förderprogramm Soziale Stadt und soll mit dem neuen Marktplatz und einer geplanten Ergänzung das neue Zentrum von Laatzen werden.

Stadthaus
Abb. 6
     Stadthaus

In der Nähe des neuen Zentrums konnten wir ein weiteres Prinzip des Stadtbaurates, die Mischung von Einfamilienhäusern mit Geschosswohnungsbau sehen (vgl. Abb. 7), Teil seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Zwischendurch war auch immer wieder Zeit für ein paar Erklärungen (vgl. Abb. 8).

Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau gemischt     IfR-Regionalgruppe Niedersachsen
Abb. 7     Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau gemischt   Abb. 8     Die IfR-Regionalgruppe Niedersachsen

Der Abschluss der Tour bildete die Besichtigung des Fachpflegeheims Dr. Wilkening (vgl. Abb. 9). Wie im Beitrag von A. Dürr zu sehen, wurde hier die Qualität des Außengeländes durch Lichtinstallationen erhöht.

Fachpflegeheim Dr. Wilkening
Abb. 9
     Fachpflegeheim Dr. Wilkening

Nachdem nun das Wetter auch eher zu Regen tendierte, fuhren wir zurück und ließen den Tag in einer Gaststätte ausklingen. Nach einem langen Tag, mit vielen interessanten Eindrücken, beschlossen wir die geplante Führung zum „lighting design“ im Park der Sinne zu verschieben. Im Herbst wollen wir diesen Programmpunkt nachholen. Wir kommen also wieder nach Laatzen und was kann man sich als Stadtbaurat schöneres vorstellen, als das Besucher wieder kommen!?

 

Anmerkung:
Alle Fotos: Dr. Frank Schröter

Frank Schröter
IfR-Regionalgruppe
Niedersachsen (Braunschweig/Hannover)

 

Interessante Links:

 

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